Chart mit Preisverlauf, darunter das ADX-Panel mit den drei Linien und der Demand Index mit seiner Null-Linie

Im Strategie-Paket enthalten

ADX und Demand Index

Ein Trendansatz, der nicht auf Bewegung reagiert, sondern auf Bestätigung wartet. Der ADX entscheidet, ob überhaupt gehandelt wird. Die DI-Linien entscheiden, in welche Richtung. Der Demand Index zeigt, ob echter Druck dahintersteht. Die Null-Linie ist der Punkt, an dem sich das entscheidet.

5Schritte bis zum Einstieg 3Bedingungen, die zusammenpassen müssen 5geprüfte Quellen 1499,99 €im Paket, 1 zu 1

Die Grundidee

Zuerst wird geprüft, ob der Markt überhaupt trendfähig ist. Erst danach zählt die Richtung.

Die meisten Trendverluste entstehen nicht durch falsche Richtung, sondern durch falsches Umfeld. In einer Seitwärtsphase sieht jeder Ausbruch nach Trend aus, und jede Fortsetzung endet im Rücklauf. Deshalb steht am Anfang keine Einstiegsfrage, sondern eine Umfeldfrage.

01

Darf ich handeln?

Das beantwortet der ADX. Er misst, ob eine Bewegung gerichtet und fortgesetzt ist, nicht wie groß sie ist. Steigt er, wird der Markt strukturierter und Rücksetzer sind eher Fortsetzungen. Ist er flach oder fällt er, fehlt die Struktur, und ein Trendansatz verliert seinen Vorteil. Dann wird nicht gehandelt.

02

In welche Richtung?

Das beantworten die beiden DI-Linien. Der ADX selbst ist richtungsneutral, er kennt nur Stärke. Liegt die Käuferlinie oben, wird ausschließlich long gehandelt, liegt die Verkäuferlinie oben, ausschließlich short. Gegen die dominierende Seite wird nicht gearbeitet, auch nicht bei einem verlockenden Chartbild.

03

Gibt es Druck?

Das beantwortet der Demand Index. Er kombiniert Preis und Volumen und zeigt, welche Seite gerade wirklich Energie aufbaut. Er ist kein Trendindikator und kein klassischer Oszillator, sondern ein Druckmaß. Ohne Druck in Trendrichtung fehlt dem Setup die Grundlage, unabhängig davon, wie sauber der Chart aussieht.

Der Ablauf

Fünf Schritte, und der letzte ist der einzige, der zählt

Die ersten vier Schritte stellen nur fest, ob eine Situation überhaupt zur Prüfung ansteht. Entschieden wird erst im fünften, an der Null-Linie des Demand Index.

Aufwärtstrend im Chart, im ADX-Panel markiert die dominierende Käuferlinie, darunter der Demand Index oberhalb der Null-Linie
01–03

Umfeld, Richtung, Druck

Der ADX steigt, eine Seite dominiert, und der Demand Index läuft in dieselbe Richtung. Im Aufwärtstrend heißt das: er bewegt sich über die Null-Linie und bleibt dort. Bis hierhin ist nichts geschehen außer einer Feststellung. Es wird noch nicht gehandelt.

Rücklauf des Demand Index an die Null-Linie, im ADX- und Druckpanel jeweils markiert
04

Der Rücklauf an die Null-Linie

Der Druck lässt nach und der Demand Index kommt zurück zur Null-Linie. Das ist kein Warnsignal, sondern der erwartete Teil des Ablaufs. Die Null-Linie steht für das Gleichgewicht zwischen beiden Seiten. Hier wird sie nicht als Einstieg benutzt, sondern als Prüfzone.

Zwei Märkte nebeneinander: links ein abgelehntes Setup mit Durchbruch der Null-Linie, rechts ein gültiges mit Ablehnung und Einstieg
05

Die Reaktion entscheidet, nicht die Berührung

Dreht der Demand Index an der Null-Linie wieder in Trendrichtung, hat die dominierende Seite die Kontrolle behalten und der Gegenspieler wurde nicht angenommen. Das ist der Einstieg. Bricht er die Null-Linie dagegen klar durch, ist das Setup ungültig und wird gelassen. Links im Bild genau dieser Fall, rechts die gültige Variante.

Was die Werkzeuge messen

Zwei Größen, die unterschiedliche Fragen beantworten

Beide Werkzeuge werden oft falsch gelesen, weil man ihnen eine Aufgabe zuschreibt, die sie nicht haben. Deshalb steht in der Ausbildung zuerst, was sie rechnen, und erst danach, wie man sie benutzt.

ADX

Gerichtete Bewegung, ins Verhältnis zur Schwankungsbreite

Für jede Kerze wird festgehalten, wie weit es nach oben und wie weit nach unten ging. Daraus entstehen die gerichteten Bewegungen. Diese werden nach Wilder geglättet und ins Verhältnis zur durchschnittlichen Schwankungsbreite gesetzt. Übrig bleiben die beiden DI-Linien als Prozentwerte; der ADX ist der geglättete Mittelwert ihrer Differenz.

Daraus folgt der Punkt, an dem die meisten scheitern: Schwankung allein lässt den ADX nicht steigen. Nur gerichtete und fortgesetzte Bewegung tut das. Ein wilder, aber richtungsloser Markt erzeugt einen fallenden ADX.

Zur Einordnung dienen Schwellen von unter 15 für eine sehr schwache Phase über 20 bis 25 für einen beginnenden bis hin zu über 40 für einen reifen Trend. Entscheidend ist in diesem Ansatz aber nicht der absolute Wert, sondern die Richtung des ADX.

Verlauf des Demand Index um seine Null-Linie über eine Handelssitzung
DI

Demand Index: wer baut gerade Energie auf

Der Demand Index verbindet Preisveränderung und Handelsvolumen. Er beantwortet nicht die Frage, wohin der Markt geht, sondern welche Seite gerade realen Druck ausübt. Oberhalb der Null-Linie überwiegt die Nachfrage, unterhalb das Angebot.

Die Null-Linie ist deshalb der wichtigste Bezugspunkt: Sie ist die Stelle, an der der Markt zeigt, ob der bestehende Trend weiter akzeptiert wird. Genau dort entsteht der Einstieg, und nur dort.

Wo es schiefgeht

Fünf Fehler, die diesen Ansatz zuverlässig unbrauchbar machen

Einsteigen ohne steigenden ADX. Gegen die dominierende Seite handeln. Den Demand Index für sich allein lesen. Einsteigen, ohne den Rücklauf zur Null-Linie abzuwarten. Und die Reaktion an der Null-Linie übergehen, weil der Chart schon überzeugend aussieht.

Vier davon haben dieselbe Ursache: Ungeduld. Der Ansatz steigt bewusst nicht in die Bewegung ein, sondern in die Bestätigung danach. Das fühlt sich langsamer an und ist der eigentliche Inhalt.

Aus dem laufenden Handel

Aufnahmen, keine nachgezeichneten Beispiele

Alle Abbildungen auf dieser Seite stammen aus echten Sitzungen in ES und NQ, mit den Markierungen, die währenddessen entstanden sind. Dazu gehören ausdrücklich auch die Situationen, in denen nicht gehandelt wurde.

Abwärtstrend mit eingezeichneten Preisleveln, markierter Verkäuferdominanz im ADX und Ablehnung an der Null-Linie
Short

Dieselbe Logik, gespiegelt

Im Abwärtstrend gilt der Ablauf unverändert, nur seitenverkehrt: Die Verkäuferlinie dominiert, der Demand Index arbeitet unter der Null-Linie, läuft zurück und wird dort abgewiesen. Es gibt keine eigene Short-Strategie, nur dieselbe Prüfung.

Vollständige Handelssitzung mit Wechsel von Abwärts- in Aufwärtsbewegung, ADX- und Druckpanel darunter
Tag

Über eine ganze Sitzung gelesen

Über einen Handelstag hinweg zeigt sich der eigentliche Nutzen des Filters: Die meisten Stunden qualifizieren sich nicht. Das ist kein Mangel des Ansatzes, sondern seine Funktion.

Woher die Bausteine kommen

Fünf Arbeiten, auf denen die Logik dieses Ansatzes steht

Jeder Verweis führt direkt zum PDF. Zwei davon stützen die Trendfolge, zwei den Druckgedanken hinter dem Demand Index, eine die Umsetzung. Eine der fünf widerspricht der üblichen Erwartung an eine Trendstrategie und steht bewusst mit in dieser Liste.

Die beiden Werkzeuge selbst stammen aus Büchern, für die es kein frei zugängliches PDF gibt: der ADX und die DI-Linien aus J. Welles Wilder Jr., „New Concepts in Technical Trading Systems“ (1978), der Demand Index von James Sibbet. Sie sind hier als Literaturangabe genannt, nicht verlinkt, weil sich die Erreichbarkeit nicht belegen lässt.

Dieser Ansatz ist einer von mehreren im Strategie-Paket.

Die ATR-Strategie wird einzeln und persönlich vermittelt, für 499 €. Alle übrigen Ansätze aus der Ausbildung, dieser eingeschlossen, gehören zum Strategie-Paket für 1499,99 €: ebenfalls eins zu eins am Bildschirm, jeweils mit Ablauf, Ausschlusskriterien, Aufnahmen aus dem laufenden Handel und den Quellen, auf denen sie stehen.

Der Handel mit Futures ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Die Inhalte dienen der Bildung und sind keine Anlageberatung. Ergebnisse aus der Vergangenheit sagen nichts über künftige Ergebnisse.